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Montag, 19. Dezember 2011

Usko und Trajko spielen bei dem Eine-Welt-Fest

Am Samstag den 17ten Dezember fand unter dem Motto: „Über 50 Jahre Migration – über 50 Jahre kulturelle Begegnung und Vielfalt!“ das diesjährige Eine-Welt-Fest der Fraktion DIE LINKE statt.

Im Rahmen des Yalda Festes spielten Usko und Trajko, zwei Roma Jugendliche, die seit letzem Jahr immer wieder von Abschiebung bedroht sich. Die Jungs sind beide in Hamburg geboren, sprechen deutsch, gehen zur Schule und sind beide Musiktalente. Usko besucht eine Musikschule in Hamburg seit mehreren Monaten. Trotzdem gehen ihre Eltern fast jede Woche zur Ausländerbehörde und werden weiterhin nur geduldet, ohne richtige Perspektive.




Die Fraktion der LINKE erklärt zu diesem Anlass:

"MIGRANTINNEN UND MIGRANTEN sind Teil dieser Gesellschaft geworden. Sie nehmen am gesellschaftlichen Leben teil, haben hier Familien gegründet, arbeiten und ein Teil von ihnen bestimmt sogar politisch mit. Gleichwohl wird ihnen Gleichberechtigung und eine Wertschätzung ihrer Kultur nicht in vollem Umfang zuteil.

DIE LINKE möchte mit diesjährigem Yaldafest (Fest zur längsten Nacht des Jahres) der Vielfalt der Kulturen in Hamburg Ausdruck verleihen und ein deutliches Zeichen gegen Benachteiligung, Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und Islamfeindlichkeit setzen. Der 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei ist ein willkommener Anlass, eines ins Bewusstsein zu rufen: Ohne die Migrantinnen und Migranten wäre Deutschland nicht das Land, das es heute ist."


Sonntag, 11. Dezember 2011

Internationalen EU-Roma-Konferenz im Abgeordneten Haus Berlin.

Auf der internationalen EU-Roma-Konferenz, die am Samstag, den 10. Dezember 2011 im Abgeordneten Haus in Berlin stattfand,

 sprach neben vielen wichtigen Romavertretern aus ganz Europa auch der in Hamburg akut von Abschiebung bedrohte serbische Roma Muzi (auf dem Foto neben Romani Rose zu sehen).

Folgende der anwesenden Personen unterschrieben spontan die Forderung nach einem Bleiberecht für seine Familie: Detlev Boeing, Koordinator für Roma-Angelegenheiten in der EU-Kommision; Swetlana Burghardt, Berlin; Filis Demirov, Berlin; Prof. Walter Dissinger, Krummhörn; Cornelia Ernst, Mitglied im europäischen Parlament; Merdjan Jakupov, Berlin; Helmut Kamara, Berlin; Johannes Kuhn, Berlin; Sonja Marko, Leiterin des Bereichs Migration beim Bundesvorstand von ver.di; Roberto Paskowski, Ingolstadt; Petra Pau, Vizepräsidentin des deutschen Bundestags; Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats der Sinti und Roma in Deutschland; Bini Schlamann, Eberswalde; Frauke Sonnenburg, Magdeburg; Jack Tunmore, Berlin.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Kein politischer Wille in Hamburg, ein Bleiberecht für Roma zu schaffen!




Gestern, am 14ten Juni 2011 fand die erste Sitzung des neuen Innenausschusses der Bürgerschaft Hamburgs statt. Am Nachmittag versammelten sich die Roma Familien, die im letzten März, in dem Petitionsausschuss einzelne Petitionen eingereicht haben, weil sie von Abschiebung bedroht sind. Mehrere Unterstützer_innen waren auch dabei, um solidaridarisch mit den Roma ein Bleiberecht für ALLE ROMA zu fordern. Die Kinder und Jugendliche hatten sich geschmickt und man konnte kleine deutsche Flagen auf ihre Wange sehen: noch eine Idee zu sagen, wir wollen hier bleiben! Wir gehören hierher!!







Um 16:00 fand eine Pressekonferenz der LINKE statt, in der Marjia zu Wort kam und über ihr Leben in Serbien und über die unmenschliche Lebens- und Wohnsituation berichtete. M. Yildiz, der Fraktion DIE LINKE erklärte auch über den Antrag (Abschiebestopp für Roma aus den Staaten des Ex-Jugoslawiens), den die Fraktion bei dem Innenausschuss gestellt hatte. Ebenfalls kamen Lehrerinnen und ein Mitglied des GEW-Bleiberecht-Ausschusses zu Wort und berichteten über die Roma Kinder, ihr Engagement in der Schule und ihre Teilnahme am sozialen und schulischen Leben.


Um 17:00 fing die Sitzung des Innenausschusses an, und der Antrag über die Roma Abschiebungen wurde zuerst besprochen. Alle Familien haben an der Sitzung teilgenommen.



























Der Antrag der LINKEN zur Roma Frage wurde abgelehnt. Der Antrag der GAL, erstmal für 6 Monate die Abschiebungen der Roma  auszusetzen, wurde ebenfalls abgelehnt. Auch der Antrag der LINKEN für eine Begutachtung in den Ländern, anstatt sich auf die Meldungen des Auswärtigen Amtes zu verlassen, wurde auch abgelehnt. Die Roma Familien und die Unterstützungsgruppe haben aus Protest den Raum verlassen.

Der Kampf geht weiter, denn:  ALLE BLEIBEN HIER !!!






Montag, 13. Juni 2011

Kommt morgen zur öffentlichen Innenausschuss-Sitzung in das Rathaus !

Alle ROMA bleiben hier!
Kommt zur öffentlichen Innenausschuss-Sitzung in das Rathaus

Di., 14. Juni 2011, 15.45 Uhr, Rathaus

16 Uhr Pressekonferenz, Raum R 186

17 Uhr Sitzungsbeginn, großer Festsaal

In der Innenausschuss-Sitzung wird am 14.06.11 das Thema Abschiebungsstopp
von Roma und Sinti in die Nachfolgerepubliken Jugoslawiens verhandelt
(Antrag der Fraktion DIE LINKE).

Zurzeit sind 11 Roma-Familien von Abschiebung bedroht. Die Familien haben
Petitionen eingereicht, um in Hamburg bleiben zu können. Eine Entscheidung
über diese Eingaben soll noch in diesem Monat erfolgen.

Die ROMA-Familien brauchen unsere Unterstützung.

Zeigen wir, dass sie nicht alleine sind.

- Für ein sicheres Bleiberecht für alle in Hamburg lebenden Roma;
- Wir fordern die Mitglieder des Petitionsausschusses der Hamburgischen
Bürgerschaft auf, den eingereichten Petitionen von Roma-Familien
stattzugeben;
- Wir fordern den Senat auf, auf ein Bleiberecht für Roma in Deutschland
und Westeuropa hinzuwirken.

Unterstützerrat der Roma

Flüchtlingsrat Hamburg

Antifa AG der LINKEN

GEW-Bleiberechtsausschuss

Mittwoch, 25. Mai 2011

Erzählungen bei Veranstaltung "Roma und Sinti in Hamburg von 1992 bis heute"

Ein paar Erzählungen, Zeilen, die gestern auf der Infoveranstaltung "Roma und Sinti in Hamburg von 1992 bis heute" gehört wurden....



Muci

"Ich hatte eine Stelle in Hamburg gefunden und zwar bei Pizza-Hut. Ich war zum Arbeitsamt. Sie sagten: "Das kannst du nicht machen, wir haben unsere eigene Leute, die das machen können." Und dann haben sie eine Liste rausgeholt und gezeigt: "Das kannst du machen" Auf dem Papier stand: - Toilette putzen - Boden putzen - Strassen putzen - Putzen, putzen, putzen ! Warum kann ich nicht Bäker werden, wenn ich das möchte?"

"Wir versuchen mit jeder Kraft hier zu bleiben..."

"Wir sind Leute wie alle"


Marija

"Als wir nach Serbien zurück mussten, habe ich eine Schule für meine Tochter Salijana gesucht. Ein Lehrer sagte zu mir: "Was? Sie ist 14? Die kann schon verheiratet sein, sie braucht doch keine Schule." Sie ging nie zur Schule in Serbien."

"Mein Sohn ist 12 Jahre alt und er hat immer Angst, wenn er hier in Hamburg ein Polizist auf der Strasse sieht. Ich muss ihm immer wieder sagen, dass sie uns hier nicht schlagen, nicht wie in Serbien..."

"Als wir im Lager Horst ankamen, sagten mit die Kinder: "Mama, sind wir in Deutschland? Es ist kein Deutschland, es ist ein Gefängnis hier."

                                     
Salijana

"Ich war 11 als ich in Serbien zurückkam und ich blieb bis 17. Meine Jugend, meine Kindheit habe ich in Felder verbracht, habe ich in Felder verloren."

"Ich hatte das nur noch im Kopf: wieso darf ich nicht zur Schule???"

"Ich habe jetzt ein Fuss in Deutschland und den anderen in Serbien. Und das einzige was ich weiss, ich dass ich mein zweiten Fuss nicht nach Serbien zurückziehen will sondern vorne nach Deutschland!"

"Träum nicht von deinem Leben, sondern leb' deine Träume! Das habe ich in dem Brief für die Petition geschrieben, dass passte so gut."


Shaban

"Krieg ist eine schlimme Sache. Politik ist noch schlimmer."

"Ich bin von Fleisch, Blut und Wasser, genau wie ihr alle!"

"Ich habe drei Fragen:
Woher kommen wir Roma?
Woher sollen wir hingehen?
Wo sollen wir bleiben?"

Donnerstag, 19. Mai 2011

Am 24.05.2011 Informationsveranstaltung "Roma und Sinti in Hamburg von 1992 bis heute"

24.05.2011
Roma und Sinti in Hamburg von 1992 bis heute


Informationsveranstaltung
Werkstatt 3, Nernstweg 32 - 34, 22765 Hamburg-Ottensen
19.00 Uhr
Zurzeit sind 11 Familien in Hamburg von der Abschiebung bedroht. Der Schwerpunkt dieses Abends liegt auf der Lebenssituation seit Anfang der 90iger Jahre bis heute.

Wie leben Roma-Flüchtlinge in Hamburg? Wie ist ihre Wohnsituation? Warum wird die Einschulung ihrer Kinder von der Behörde hinausgezögert, obwohl Schulpflicht besteht? Wie verhält es sich mit der Gesundheit und der medizinischen Versorgung? Wie verhält sich die Ausländerbehörde? Warum sollen die Roma-Familien jetzt abgeschoben werden und wie sieht die aktuelle Situation aus?

Darüber wollen wir mit Euch reden.
Es berichten Betroffene aus Serbien, Kosovo und Hamburg sowie der Flüchtlingsrat Hamburg.

Es laden ein:
DIE LINKE AG Antifaschismus
DIE LINKE AG Migration und Flucht
Flüchtlingsrat Hamburg

Mehr Hintergrundinformationen können Sie hier lesen.
Hier geht es zum Flyer der Veranstaltung !

Dienstag, 19. April 2011

Roma Delegation bei Der Linke am 3 März 2011.

 Die Linke hatte zu eine Pressekonferenz in Ihre Hamburger parteizentrale eingeladen um der Presse die situation der von Abschiebung bedrohten Roma bekannt zu machen.