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Donnerstag, 5. Januar 2012

Solidarität mit den Menschen im Lager Horst – Kundgebung am 14.01.2012 um 12 Uhr



Seit 2006 nutzt Hamburg das Lager Nostorf/Horst in MV als Erstaufnahmeeinrichtung für die in Hamburg ankommenden Flüchtlinge.

Der Vertrag zwischen HH und MV wurde zwar zum September 2012 gekündigt, aber erneute Verhandlungen von Seiten des SPD Senats zur Weiterführen sind im Gespräch. Das fällt noch hinter die rigide Flüchtlingspolitik des schwarzgrünen Vorgängersenats zurück und ist ein Skandal. Die Innenbehörde Hamburgs hat schon angekündigt, dass sie gemeinsam mit den Schulbehörden und Mecklenburg-Vorpommern jetzt daran arbeitet „bedarfsgerechte schulische Angebote“ zu schaffen. Und damit wird die Perspektive einer gerechten dezentralen Flüchtlingspolitik einfach verantwortungslos zur Seite gerückt.

Im November 2011 waren noch rund 150 Flüchtlinge aus Hamburg in dem Lager Horst untergebracht, davon 34 Familien und 71 Minderjährigen (Siehe Schriftliche KA der LINKE an den Senat Drs. 20/2424)



Das Lager bedeutet für alle eine völlige Isolation.

 Am Wochenende fährt zwischen dem Lager und Boizenburg oder Lauenburg kein Bus.
 
Kontakt zu RechtsanwältInnen oder Beratungsstellen werden durch die Abgeschiedenheit sehr erschwert oder unmöglich gemacht.

 Die psychischen Probleme durch die traumatischen Erlebnisse der Flüchtlinge werden durch das Lagerleben verstärkt. Die spärliche medizinische Versorgung im Lager bietet keine ausreichende Hilfe.

Die Kinder der Familien können nicht zur Schule gehen. Die für Hamburg geltende Schulpflicht wird ignoriert.

 Einige der Flüchtlinge müssen bis zu 15 Monaten im Lager ausharren, oder solange bis sie abgeschoben
  werden.

 Das Lagerleben macht krank. Wir wollen die Menschen nicht alleine lassen!!



Darum ruft die Horst Gruppe in Solidarität mit den Menschen im Lager Horst auf:

Kommt alle zur Kundgebung!!

Mit offenes Mikrophon….

Mit Musik…

Mit Infos…



Gemeinsame Anreise aus Hamburg für Bahn und Auto: 09:30 S Sternschanze

Einfachste Anreise ist mit dem Auto



Samstag, 22. Oktober 2011

VIDEO and Pressemitteilung von The VOICE Refugee Forum Jena & Break

Break Isolation Network
VIDEO and Pressemitteilung von The VOICE Refugee Forum Jena & Break
Isolation!‐Bündnis
BREAK ISOLATION Aktionstag in Erfurt! | Alle Flüchtlingslager schließen –
Residenzpflicht abschaffen! | 
 
Samstag, 22. Oktober 2011, Erfurt |
Kundgebung ab 10 Uhr, Anger | Presse-Briefing um 13 Uhr, Am Anger | 
Demonstration um 14 Uhr, ab Hauptbahnhof | Indymedia | Radio-Interview mit
Hassan Siami
http://thevoiceforum.org/node/2294

Kontakt/Info: +49 (0) 174 8474694
Pressesprecher: Miloud L Cherif, Flüchtlingsgemeinschaft Zella‐Mehlis,
+49 (0) 176 99334119
 
 
 
KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
An die Öffentlichkeit
An die Presse
An die Bürgerinnen und Bürger von Erfurt
21. Oktober 2011

„Es gibt viele Arten zu töten.
Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen,
einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen,
einen in eine schlechte Wohnung stecken,
einen durch Arbeit zu Tode schinden,
einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw.
Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“
Bertolt Brecht
BREAK ISOLATION!
Alle Flüchtlingslager schließen!
Residenzpflicht abschaffen!
- zentrale Demonstration der Flüchtlingsgemeinschaften aus Thüringen in
Erfurt
- Außerkraftsetzung der Residenzpflicht für den 22. Oktober 2011
- Aufruf zu Verstärkung der Aktivitäten für die Schließung der Lager in
Thüringen

Am morgigen Samstag kommen Flüchtlingsgemeinschaften aus den
Isolationslagern in Thüringen in Erfurt zusammen und verteidigen durch
ihre Präsenz und ihre Stimmen ihre Grundrechte. Die morgige Zusammenkunft
der Flüchtlinge und AktivistInnen unterschiedlicher Netzwerke ist Ausdruck
der Solidarität und des Zusammenhaltes gegen die menschenverachtende
Politik der Landesregierung Thüringens und der Bundesregierung. Diese
missachten täglich die Grundrechte jedes Flüchtlings, zermürben sie
physisch und psychisch in Lagern und in Behörden. Sie setzen bewusst
Menschenleben in Gefahr.

Jeder unserer Zusammenkünfte wie auch die morgige ist auch ein Gedenken an
unsere Brüdern und Schwestern, die nicht mehr mit uns sein können. So
gedenken wir morgen unter anderem den kürzlich im Lager Gerstungen
verstorbenen Flüchtlings Michael Kelly. Wir tragen die Wut über den Tod
unseres Bruders Shambhu Lama im Herzen, der sich im März diesen Jahres
angesichts der drohenden Abschiebung in Gifhorn das Leben nahm. Sie beide
sind nur zwei Namen unter den vielen Opfern der Flüchtlingsabwehr der
Bundesregierung und all ihren ausführenden Institutionen. Während des
KARAWANE-Festivals 2010 "Vereint gegen koloniales Unrecht, in Erinnerung
an die Toten der Festung Europa" trugen wir letztes Jahr die Namen von
tausenden Opfern dieser Politik durch die Straßen Jenas. Morgen werden
wir, die Überlebenden dieses Krieges gegen Flüchtlinge unsere Grundrechte
und die Zukunft unserer Kinder, Brüdern und Schwestern verteidigen.